Herzlichkeit im Pferdeparadies

2016-07-01

Ranch52_6Ranch52_218:13 Uhr. Nicht zu fassen, dass heute schon der erste Juli ist. Ich muss damit leben, dass ich mich auf den Heimweg machen muss. Zumindest wenn ich arbeiten möchte – und das möchte ich. In einer Woche schon drehe ich in München.

Ein paar Tage werden Nocona und ich Zuhause brauchen, um wieder unter die Leute zu können … Ich möchte sie auch natürlich nicht nur Zuhause ausladen und dann, nach diesen intensiven Wochen, einfach weiter nach München fliegen.

Im Moment bebrubbelt sie jede Bewegung die ich mache, sie redet eigentlich die ganze Zeit ganz leise mit mir. Ich werde ein oder zwei Tage im Stall bleiben, bis ich sicher sein kann, dass sie in ihrer Herde wieder gut aufgehoben ist.

Ich bin trotz des Zahns noch eine kleine Weile an meinem Platz geblieben, dann hab ich mich auf den Weg gen Süden gemacht. Ich wollte die 600 Kilometer nicht wieder durchfahren, deshalb hab ich eine kleine Pferderanch angesteuert, die meine Schwester für mich im Internet gefunden hatte. Die Ranch 52.

Ranch52_1

Auch die Feuerstelle wird von Gras befreit – Ordnung muss sein 🙂

Leute, ich hätte nichts besseres machen können, als dorthin zu fahren. Melanie und Jürgen, zwei deutsche Auswanderer, haben vor vier Jahren angefangen dieses kleine Pferdeparadies aufzubauen. Die beiden haben Nocona und mich dermaßen herzlich aufgenommen, dass ich gleich beschlossen habe, im nächsten Jahr für etwas länger dort hinzufahren. Melanie hat mich sogar, ohne dass ich danach gefragt hätte, mit einer topografischen Karte der Gegend versorgt. Ich hab so weit südlich natürlich noch keine eigenen Karten.

Dann haben wir zusammen gesessen und sie hat etwas wehmütig verfolgt, dass ich am nächsten Tag zu einer 6-Stunden-Tour zu einem großen See aufbrechen wollte. Ich fragte, ob sie nicht einfach mit uns kommen möchte, aber der Hof, die Arbeit, die Reitschüler … ich war ja ein recht ungeplanter Vagabund.

Als ich am nächsten Morgen Nocona fertig machen wollte, kam sie dann auf einmal strahlend mit ihrem gesattelten Spanier um die Ecke, „ich schwänze heute und komme mit!“. Wir hatten einen super schönen Ritt durch ein für mich unbekanntes Südschweden, sind zwar klitschnass geworden, hatten aber einen Heidenspaß dabei.

In den nächsten Tagen fahre ich dann nach Trelleborg weiter und von dort wieder mit der Fähre zurück nach Deutschland.

Aber heute genieße ich erstmal noch die Abendsonne und springe in den nächsten See, den ich finde. Wer kommt mit? 🙂

See

Bis bald! Eure Vaile

Kleiner Nachtrag – wer an einem tollen Pferdeurlaub in familiärer Atmosphäre interessiert ist, der sollte sich schleunigst bei Melanie und Jürgen vormerken lassen! Nähere Informationen findet ihr hier.

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