Ruhelose Geister waren wir…

Ruhelose Geister

Da am Fenster sitze ich…

Wer hätte gedacht, dass am Ende ich diejenige bin, die Reisen genau so sehr braucht, wie die Luft in meinen Lungen…

Ich sitze in einem bequemen Sessel in meinem Hotelzimmer, ganz nah an der Panorama Glasscheibe und starre auf die Berge. Es regnet, abwechselnd ziehen dunkle Wolken über die dunklen Silhouetten und immer bleiben kleine, helle Wölkchen in den tieferen Gegenden der Abhänge kleben.

Ich bin heute von Berlin nach München gereist, habe dort ein paar Termine mit Film und Fernsehvolk wahrnehmen können und bin dann mit einem Mietwagen weiter nach Österreich gefahren. Ich hab hier die nächsten zwei Tage zu tun und verbinde alles, indem ich mir vorstelle, ich wäre im Urlaub. Nach meinem Hörsturz vielleicht nicht die schlechteste Idee. Meine Ohren sind zu 100% wieder da, aber es war ein Denkanstoß. Natürlich. Ich mag meine Ohren. Ich mag überhaupt gesund sein. Ich werd besser auf mich aufpassen.
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…um dann DAS HIER bei der Maschine GEGENÜBER zu lesen!

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Ich tappte noch halb komatös zu dieser Kaffeemaschine – der erste Schock…

 

Um den Billigflieger zu erwischen, musste ich noch vor dem ersten Wurm aufstehen, dafür hatte ich dann eine Sitzreihe für mich allein. Transavia hieß die Linie, lief alles problemlos.

Außer einer Kleinigkeit.

Als ich im Terminal umherirrte auf der Suche nach dem ersten, überlebenswichtigem Kaffee des Tages, wurde ich Opfer einer wirklich bösen Falle…

 

 

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Me im MIni-Mietwagen…

In München angekommen, teilte mir dann eine maximal bewegungslose Mitarbeiterin der Global Drive Vermietung mit, dass ich mit 800€ Selbstbeteiligung im Schadenfall hafte. „Tu ich nicht“, sag ich, „hab ich doch anders gebucht.“, Sie guckt mich an. Schweigt. Ich gucke zurück. Wir schweigen uns an. Sie sagt: „Sie müssen da unterschreiben“, und bewegt dabei keinen Muskel. Ich frage, ob das die Antwort auf die offensichtliche Buchungsverwirrung sei. Sie guckt mich an, ohne zu blinzeln. „Sie müssen da unterschreiben“, raaaaah… Aber dann denke ich an mein Ohr, nur nicht aufregen. Ich nehme in aller Seelenruhe mein Telefon aus der Tasche. Hab ich erwähnt, dass hinter mir eine Schlange bis Berlin stand und auch ich schon 30 Minuten warten musste? „Ich ruf mal beim Buchungsportal an“, sag ich, „das lässt sich sicher klären“. Hat sie gezuckt…? Ne. Aber klären konnte ich es. Ist ja immer schön, wenn man den Job von anderen machen kann. Aber am Ende sitze ich glücklich in meinem Mini-Mietwagen und brause nach München.

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An diesem riesigen Fenster sitze ich…

Jetzt sitze ich hier, bereite mich in einem wunderhübschen Hotelzimmer auf morgen vor und gucke auf die Berge. Denke daran, wo ich schon überall in meinem Leben gewesen bin. Und in welchen Situationen ich am glücklichsten war. Ich bin ein bißchen wehmütig, aber das bin ich wohl immer, wenn ich unterwegs bin. Ich denke dann immer – hinter der nächsten Kurve, da kommt es…! Aber was genau da kommen soll? Ich hab keine Ahnung.

Jemand, mit dem ich fast die ganze Welt bereist habe, hat mal gesagt: „Egal, wo ich bin, ich suche irgendwie immer nach dem perfekten Ort, der perfekten Gasse, dem perfekten Weg…“

Ich konnte ihn verstehen…

Ruhelose Geister waren wir. Und ich bin es immer noch.

Ich lass euch auf jeden Fall wissen, was hinter den nächsten Kurven wartet!

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Eure Vaile am Fenster

 

PS: Das hier hat mich dann im Zimmer empfangen… es gibt also doch noch Hoffnung 🙂

 

<<< Mein neuer bester Freund: die Espresso-Maschine.

 

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1 Kommentar auf "Ruhelose Geister waren wir…"

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Gerda

Mit viel Spaß habe ich mal wieder deinen Blog gelesen. dasss du trotz Stress und manchem Unbill die gute Laune nicht verlierst bewundere ich.
Ich denke viel an euch und wünsche euch allen nur das Beste. Dir weiterhin soviel Spaß und Freude. Das was mansich erkämpft, hat den größten Wert.
LG Gerda

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