
Liebe:r Leser:in, liebe Alle,
wie schön, dass du hier bist. Für mein Pferd Nocona (Püppi), meinen Hund Nuri und mich geht es heute zurück in die Freiheit.
Ich bin Musikerin, Schauspielerin und seit ich 18 Jahre alt bin, begeisterte Outdoorerin. Zusammen mit meinen Pferden und meinem Hund reise ich regelmäßig nach Norden. Nach Schweden, bis die Straßen leerer werden, der Asphalt zu Schotterpisten wird, zu Sandwegen und schließlich enden. Dort steigen wir aus und beginnen unsere Reisen. Mit Zelt, Angelzeug, Büchern und guten Schuhen (mittlerweile jedenfalls, auf meiner ersten Reise stapfte ich auf Buffalo Plateau Turnschuhen durch den Wald)

Zu den Anfängen und älteren Reisen kommst du hier:
Zu dem Buch über das Alles hier, kommst du hier:
Ganz unten ist dann jede Menge Musik verlinkt, aber jetzt Schluss mit Eigenwerbung, es geht los:
Vervielfachtes Glück
Jetzt sind wir wieder hier..in Berlin..
Es ist Nacht. Ich bin gerade in meiner Wohnung angekommen, nachdem ich Püppi sicher in ihrem Stall abgesetzt und versorgt habe.

Püppi hilft beim Umblättern
Ich fühle mich vollkommen orientierungslos. Das Rauschen, das ich wahrnehme ist nicht der Wind über den Wäldern, sondern der Verkehr auf dem Asphalt vor meiner Tür.
Nuri sitzt vor mir auf dem Teppich und ist überfordert. Wir sind zwei Tage quasi durchgefahren. Und keine von uns wollte wirklich weg.
Zwei herrlich langweilige Fahrt Tage ohne jegliche Vorkommnisse liegen hinter uns.
Naja, vielleicht ist die Fahrt auf der Fähre erwähnenswert, denn sie war die Fahrt der Hölle. Schon in Dänemark begann der Regen Sturm und setzte sich auf See fort..Aber auch das hat Püppili gemeistert; auch wenn überall um sie herum permanent Dauer-Gejaule der Auto-Alarmanlagen erklang und sie regelrecht von ihren linken zwei Beinen auf ihre rechten zwei Beine geschwankt ist vor lauter Seegang.
Ich schwanke immer noch – innerlich.
Püppi bestimmt auch.

Wir schwanken gemeinsam im Hänger auf der Fähre
Home sweet Home?
Püppis Ankunft wurde von ihrer Pony Familie mit Begeisterung gefeiert und sie ist einfach so glücklich.
Es strahlt ihr aus jeder Pore, dass sie zuhause ist, und das zeigt mir wieder einmal mehr, was für ein Privileg es ist, dass sie mit mir in die Einsamkeit zieht und es aushält. Für mich.

Sie folgt mir in die Einsamkeit – für mich
Sie liebt ihr Zuhause.
Liebe ich meins noch?
Bestimmt. Vielleicht in ein paar Tagen wieder.
Für den Moment bin ich traurig und lausche in mir nach der Stille. Bin stolz auf meine beiden Tiere. Und so dankbar.
Und ich bin auch dankbar für die Menschen hier in Berlin und Hamburg, die sich auf mich gefreut haben. Familie, Freunde, Fremde.
Für Alle, die „mitgekommen“ sind.
Plötzlich – eine Reisegruppe
Es waren mehr als sonst, die auf allen Kanälen mit uns mit gekommen sind.
Ich sehe das ja an den Lesezahlen des Blogs und den Zugriffen auf meine Musik.
Es ist fantastisch, dass wir eine regelrechte Reisegruppe geworden sind, die zusammen aufbrechen und Abenteuer erleben.
Ich hätte nie gedacht, dass es mal so sein würde. Nie.
Diese Reisen sind für mich etwas so ursprüngliches, dass ich gar nicht auf den Gedanken kam, es könnte jemanden interessieren, was ich so in meiner Freizeit mache..
Ich dachte immer ich sei allein. Aber das bin ich gar nicht. Nicht mehr.
Nicht mehr Allein
Ich glaube so viele Menschen wie dieses Jahr dabei waren, hatte ich noch nie in meinem Leben.
Ihr habt mir von allen Seiten geschrieben und kommentiert. Und diese Abenteuer zu erleben bekam dadurch auf einmal einen ganz neuen Charakter. Dass ich sie eben teilen konnte, und nicht als geheimen Schatz mit mir rumschleppe. Der Wolfselch? ich habe hinterher Tränen gelacht und wollte das unbedingt mit euch teilen.
Das macht mich unheimlich glücklich und ich würde euch allen gerne jede einzelne Story erzählen, die ich in den 20 Jahren Wildnis Reisen erlebt habe. Mal herzzerreißend, mal banal, mal gruselig ohne Ende..
Gruselig:
Kennt ihr eigentlich meine Begegnung mit den Geistern?
Banal: Oder wie ich meine erste Minze gefunden habe und nicht wusste, wie ich sie verarbeiten soll? (Stadtkind, ohne Plan)
Zum Haare sträuben:
Wie ich mir bei einer Fluss Überquerung den Fuß gebrochen habe und 10 Tage nach Deutschland zurück brauchte?
Ein Lagerfeuer unter den Sternen
Es gibt bestimmt Dutzende dieser kleinen Geschichten..
Und am liebsten würde ich sie euch am Lagerfeuer sitzend erzählen; mit den Sternen über uns und dem Wolfselch irgendwo im Wald hinter uns.
Vielen Dank, dass ihr wieder mit dabei wart.
Vielen Dank, dass ihr meinen Geschichten zuhört; ob hier oder in meiner Musik.
Vielen Dank, dass ihr mir gezeigt habt, dass Glück sich wirklich vervielfacht, wenn man es teilen kann.
Bis zum nächsten Abenteuer <3
Eure Vaile, Püppi Wolfselch-Bezwingerin und Nuri Löwenherz.

Wieder zuhause <3

Alles, was wir brauchen..

..immer wieder in die Ferne

Unsere Spuren am Ufer eines Sees…

Müssen wir wirklich weg?

Feuer gegen die Kälte des Abends

Abfahrbereit in Malmö

Schnell noch Proviant am Wegesrand zubereiten

Letzte große Tour durch den Wald

immer den Blick aufs andere Ufer

früh am Morgen 😀

Zusammen unterwegs

zusammen Ruhe geniessen

Mit vollem Gepäck durch den Wald

Mittlerweile weiß ich was Minze ist..




















