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Mode, Wimpern-Extensions, Dildos – alles was man so braucht, …

.., bekommt man auf der Fashion Week in Berlin!

Wie jedes Jahr tummle ich mich im Januar auf der eiskalten Fashion Week in Berlin. Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal kein Mercedes Zelt am Brandenburger Tor, sondern die Shows der Fashion Week finden zum größten Teil im alten Kaufhaus Jahndorf statt.

Ungewohnt, aber nicht weniger spannend. Im Gegenteil, IMG, der Veranstalter der Mercedes Benz Fashion Week, verbindet mit dem Umzug ins neue alte Gemäuer ein Konzept, um junge Designer noch mehr zu unterstützen und deren Mode im gleichen Atemzug der Show an den Mann oder die Frau zu bringen. Mehr darüber, wo ihr die Mode gleich kaufen könnt, erfahrt ihr HIER.

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… was soll ich sagen – es macht sicher Spaß – danke AMORELI 😀

Nun werden viele der Events durch Sponsoren getragen und unterstützt. Diese Sponsoren freuen sich, wenn wir Blogger/Innen die Produkte erwähnen, wenn sie uns gefallen, die als Gegenzug in den sogenannten Goodie-Bags mit nach Hause gegeben werden. Das tu ich immer gerne, denn viele der Produkte sind tatsächlich Dinge, die ich gerne unterstütze, die mir Freude machen, deren Ideen ich großartig finde … (die anderen werden an Weihnachten an Freunde verschenkt, immer ein Riesenspaß (vor allem für mich), der ab und zu für unerwartete Überraschungen sorgt …)

Bei einem Item bin ich mir aber noch nicht ganz sicher, ob ich mich traue es bei meiner Weihnachtsfeier zu verschenken, oder an wen!

Denn ich war unter anderem bei Lena Hoschek eingeladen, und deren Sponsor war unter anderem der Internet-Liebes-Spielzeug-Shop AMORELI.

Tja, was soll ich sagen Mädels, er ist noch Original verpackt, falls ihr ihn von mir geschenkt bekommt, keine Sorge  😀

 

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Ich hatte auf jeden Fall viel Spass mit Freundin und Personal Fashion Stylistin Giulia Consiglio bei der Modedesignerin Lena Hoschek.

 

 

 

 

 

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Vorher: Haar-Explosion …

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Anschließend: total krass!

Heute war ich dann noch von PR-Sugar in die Beauty Suite ins Waldorf Astoria eingeladen. Dort haben sich die Aussteller „T“ von Tetesept, „Neyes“ Wimpern-Extensions und die vegane Haarpflegerei „Überwood“ sehr viel Zeit für mich und meine Haarexplosion genommen und mir einen völlig neuen Kopf gezaubert 🙂 Für diese Produkte mache ich gerne Werbung, vor allem „Überwood“ geht bei meinen neuen Lieblingsprodukten mit veganem und ökologisch korrektem Ansatz an die Spitze des badezimmerinternen Wettkampfes um mein Haaaar 😀

 

 

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Hier noch das Ergebnis von vorne. Ich war völlig glücklich, es hält nur leider nicht für immer 😀 Lieben Dank an „Überwood“ für das intensive Bändigen meines Kopfes (zumindest bis ich an die frische Luft komme und sich das Wuscheln wieder durchsetzt).

 

 

 

 

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NEYES haben mir freundlicherweise einen Gutschein für Wimpern-Extensions geschenkt, ich bin total gespannt. Den löse ich dann zur Berlinale ein, mal sehen, wie das aussieht!

 

 

 

 

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„T“ ist das junge, neue Produkt von „Tetesept“. Jedes Design auf den Schaumbad Flaschen, kommt von einem anderen Künstler. Eine tolle Idee und sieht auf jeden Fall gut aus! Ob es sich auch gut anfühlt, werde ich ja merken … 🙂

 

 

 

 

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„Überwood“, ein veganes Haarwunder Produkt, dass mit echten Baumextrakten arbeitet. Ich bin sehr gespannt, was es meinen Haaren (an)tut, aber die Erwartungen sind nach der tollen Beratung hoch! Von dem Styling-Team vor Ort war ich auf jeden Fall schon mal vollkommen überzeugt, danke noch mal!

Ich freu mich auf das nächste Event … am meisten freu ich mich aber gerade auf meine nächste Weihnachtsfeier und das Gesicht desjenigen, der das Amoreli-Päckchen bekommt … 😉

 

 

 

Bis ganz bald aus dem Wald, vom Set, aus dem Studio oder dem nächsten Event!

Eure Vaile

 

Ersten Vertrag seit Jahren unterschrieben …

2017-01-14

Vaile goes Publishing Production Music!!

Endlich ist es soweit und ich habe seit langen Jahren wieder einmal einen Vertrag unterschrieben! In Zukunft werde ich, neben meinen eigenen Musik Alben, als Production Musikerin mit PositivEmotion zusammen arbeiten. Was das bedeutet? Ich habe einen Katalog von rund 20 Songs für sogenannte Produktionsmusik freigegeben und zum Teil neu komponiert. Produktionsmusik ist alles, was ihr in eurem medialen Leben an Musiken wahrnehmen könnt. In TV, Film, Werbung, im Internet, einfach überall!

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Gemütliche Paragraphen Schlacht.

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Vetragsunterschrift, juhuuu! Tom, Hubert, Johannes und ich.

Die Musik hinter den Bildern, alles Laute, Stille, Schreiende, Schweigende, Herzzerreißende, Heilende und nach Hause kommende, was nicht mehr in Worte gefasst werden kann, transportiert die Produktionsmusik hinter den Bildern und Dialogen direkt in eure Herzen.

Zusammen mit Musiker und Musikproduzent Johannes Tibursky, Gründer und Produzent Tom Lang, Gründer und Produzent Hubert Vogler, mit der Senior Media & Music Consultantin Corinna C. Poeszus und der Office-Management-Fee Tanja Stawecki, darf ich ab heute Teil des Komponisten-Teams der Firma PositivEmotion sein. 

Ich freue mich wahnsinnig, dass ich eine weitere Plattform bekommen habe, um mit Musik zu erzählen, was mein Leben bewegt!

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Paula checkt den Vertrag, sie ist auch dafür.

Checkt diesen Link zu PositivEmotion, sucht nach mir und hört es euch an! Ich bin sehr gespannt, ob ihr meine Handschrift erkennen könnt …

So, ich muss jetzt gleich zu einem Workshop für elektronische Musik, spanned!! Paula hat sich in meinem Bett unter alle vorhandenen Decken gewühlt, Matschwetter im Wald ist gut, sagt sie, warme Decken sind aber besser…

 

Das sieht dann übrigens so aus:

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Paula? Wo bist du?

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… Willst Du mit? …

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… tadaaa … na klar!

 

Bis zum nächsten Blog und ich freu mich über eure Kommentare zu meinen Songs, viele werdet ihr noch überhaupt-nie-gar-nicht-ever-je gehört haben 🙂 !

 

 

 

 

Übrigens, es wird auf dieser Seite bald einen kleinen Shop geben, in dem ihr endlich, endlich, endlich Songs wie „helpless“ aus dem Sat1 Drama „Gegen Den Sturm“ oder „What if I miss you“  aus dem Tatort „Aus Der Traum“ werdet downloaden können. Ich freu mich drauf und hoffe, das ist die Antwort auf all eure tollen, lieben Mails mit Nachfragen nach einzelnen unveröffentlichten Songs von mir…***!

Eure Vaile

YEAAA, WOOOW, AUGENAUFSCHLAG!! (OHGOTT, ICHKREPIERE, HILFE…) Oder, wie man vor dem Ex vortanzt…

Wow, was für eine Woche…als Schauspielerin und Tingeltante bin ich es ja gewohnt viel unterwegs zu sein, aber – Leipzig, Berlin, Hamburg, Berlin, Halle, Berlin, Essen, Wuppertal, Berlin – in einer Woche ist schon sportlich.

Meine Reise beginnt mit einem Vorsingen in Leipzig, wo ich für die Mr. Rod Stewart Show vorsinge und vortanze, tolle Songs, tolle Stimmung, tolle Sängerinnen.
Aber ihr müsst wissen, für mich als Sängerin und Schauspielerin und also ausdrücklich NICHT Tänzerin, ist ein Vortanzen immer der absolute Horror. Stellt euch einfach mal etwas vor: das für euch Allerpeinlichste müsstet ihr tun, etwas, was ihr so einfach so gar nicht könnt und genau das müsst ihr dann vor wildfremden Menschen performen und euch mit diesem Höhepunkt aller Peinlichkeit auch noch für etwas bewerben!
Schlimmer geht für mich nicht, aber es gehört nun mal zu fast jeder Audition im Musical Bereich dazu. Und auch die singenden Schauspielerinnen müssen ihr Bewegungstalent beweisen. Für uns heißt das dann „Movement“ und nicht „Dancing“. Aber es läuft immer auf dasselbe hinaus, wenn ihr mich fragt!
Und sich in die letzte Reihe stellen funktioniert natürlich nicht. Erstens wollen wir ja den Job!
Und zweitens, die mischen immer durch, so dass du auch immer mal gaaaanz vorne JEAH und WOOOOW direkt in die Gesichter der Juroren tanzen musst. Herrlich. Ich kann gerade mal im Takt klatschen.

Als es hieß, „so Mädels, jetzt zieht mal eure Highheels an und zeigt was ihr könnt!“, höre ich meine Kollegin neben mir sagen, „Oh, ich hab gar keine Highheels mitgebracht zum tanzen! Naja, egal..“, sie strahlt die Juroren an mit HEY und WOOOOW im Blick, „ich tu einfach so, als hätte ich welche an!“ (YEAAA, WOOOW, AUGENAUFSCHLAG!!)
„Ok“, denke ich, während mir der Angstschweiß ausbricht „das mach ich einfach auch – und nebenbei tu ich dann auch gleich einfach mal so, als könnte ich tanzen“… (OHGOTT, ICHKREPIERE, HILFE…)

Das nächste Vorsingen ist in Hamburg für die Stage Entertainment. Und immer, wenn man denkt, es könnte gar nicht mehr schlimmer werden mit der Nervosität, dem Lampenfieber, den Selbstzweifeln und aller Aufregung,  kommt es natürlich schlimmer – denn wir wissen ja: schlimmer geht immer!

So komme ich in den Audition Saal und wer sitzt vor mir bei den Juroren? Mein Ex-Flirt aus dem Sommer.
Das hätte sicher lustig werden können, aber in diesem Fall ist es leider so eine Ex-Flirterei, die nicht gaanz so elegant auseinander gegangen ist. Ohne Schmuh… da sitzt er also. „Ich bin übrigens heute dein Anspielpartner“, sagt er. Na super! Hahar, der Begriff Stage ENTERTAINMENT bekam an diesem Tag plötzlich einen ganz neuen Sinn! Ich war wirklich super entertained. Meine Souveränität hat sich mit meiner Begeisterung geradezu ein Wettrennen geliefert (in Richtung nach Hause) und ganz sicher war das auch für niemanden im Saal eine komische Situation…

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Trost-Tüte voller Tee…

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… Danke Tee-Fee!

Ich habs überlebt, Frau ist ja Profi.
(Manchmal zumindest. Glaube ich. Hoffe ich.)

Und zuhause zurück gab´s dann eine superschöne Überraschung von meiner Schwester. Sie hat mir eine ganze Einkaufstüte voll mit Teeproben mitgebracht! Ich liebe Tee…

Schon war meine Welt wieder in Ordnung, so leicht geht das 🙂

 

 

 

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Klaus Doldinger privat am Flügel nach seinem Konzert…

Deutscher Filmmusik Preis Halle

Anselm Kreuzer und Saskia B., wir hatten eine lustigen Tisch zusammen…

Zurück nach Berlin und anschließend auf nach Halle, zum Deutschen Filmmusik Preis, wo ich Klaus Doldinger wiedersehe, der dort für sein Lebenswerk als Komponist und Musiker geehrt wird.

Ein schöner Abend unter Kollegen und Freunden auf einer für uns Musiker so wichtigen Plattform. Danke dafür. Gerade wo auch ich begonnen habe im Bereich Film und Produktionsmusik viel mehr zu machen, hab ich mich über diese Einladung sehr gefreut. Morgen geht es zurück nach Berlin und danach zu Christoph Metzelder nach Essen, seine Spendengala wieder unterstützen, für die ich im letzten Jahr gesungen habe. Und dann zu einem weiteren Vorsingen auf nach Wuppertal…

 

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Paula und ich immer zusammen on the Road. Sie hört mir gerade beim Einsingen zu … Do Re Mi Fa Soooooo… Wenn sie könnte würde sie sicher weglaufen – aber sie ist klein und wehrlos 😀

Überall mit dabei ist die kleine Paula, mein Urlaubshund. Der coolste Zwergdackel auf Erden. Mit ihr habe ich vor drei Jahren sogar schon einen Film am Edernsee gedreht.

Ich melde mich von unterwegs!

Hund und Vaile on the Road 🙂

Ruhelose Geister waren wir…

Ruhelose Geister

Da am Fenster sitze ich…

Wer hätte gedacht, dass am Ende ich diejenige bin, die Reisen genau so sehr braucht, wie die Luft in meinen Lungen…

Ich sitze in einem bequemen Sessel in meinem Hotelzimmer, ganz nah an der Panorama Glasscheibe und starre auf die Berge. Es regnet, abwechselnd ziehen dunkle Wolken über die dunklen Silhouetten und immer bleiben kleine, helle Wölkchen in den tieferen Gegenden der Abhänge kleben.

Ich bin heute von Berlin nach München gereist, habe dort ein paar Termine mit Film und Fernsehvolk wahrnehmen können und bin dann mit einem Mietwagen weiter nach Österreich gefahren. Ich hab hier die nächsten zwei Tage zu tun und verbinde alles, indem ich mir vorstelle, ich wäre im Urlaub. Nach meinem Hörsturz vielleicht nicht die schlechteste Idee. Meine Ohren sind zu 100% wieder da, aber es war ein Denkanstoß. Natürlich. Ich mag meine Ohren. Ich mag überhaupt gesund sein. Ich werd besser auf mich aufpassen.
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…um dann DAS HIER bei der Maschine GEGENÜBER zu lesen!

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Ich tappte noch halb komatös zu dieser Kaffeemaschine – der erste Schock…

 

Um den Billigflieger zu erwischen, musste ich noch vor dem ersten Wurm aufstehen, dafür hatte ich dann eine Sitzreihe für mich allein. Transavia hieß die Linie, lief alles problemlos.

Außer einer Kleinigkeit.

Als ich im Terminal umherirrte auf der Suche nach dem ersten, überlebenswichtigem Kaffee des Tages, wurde ich Opfer einer wirklich bösen Falle…

 

 

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Me im MIni-Mietwagen…

In München angekommen, teilte mir dann eine maximal bewegungslose Mitarbeiterin der Global Drive Vermietung mit, dass ich mit 800€ Selbstbeteiligung im Schadenfall hafte. „Tu ich nicht“, sag ich, „hab ich doch anders gebucht.“, Sie guckt mich an. Schweigt. Ich gucke zurück. Wir schweigen uns an. Sie sagt: „Sie müssen da unterschreiben“, und bewegt dabei keinen Muskel. Ich frage, ob das die Antwort auf die offensichtliche Buchungsverwirrung sei. Sie guckt mich an, ohne zu blinzeln. „Sie müssen da unterschreiben“, raaaaah… Aber dann denke ich an mein Ohr, nur nicht aufregen. Ich nehme in aller Seelenruhe mein Telefon aus der Tasche. Hab ich erwähnt, dass hinter mir eine Schlange bis Berlin stand und auch ich schon 30 Minuten warten musste? „Ich ruf mal beim Buchungsportal an“, sag ich, „das lässt sich sicher klären“. Hat sie gezuckt…? Ne. Aber klären konnte ich es. Ist ja immer schön, wenn man den Job von anderen machen kann. Aber am Ende sitze ich glücklich in meinem Mini-Mietwagen und brause nach München.

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An diesem riesigen Fenster sitze ich…

Jetzt sitze ich hier, bereite mich in einem wunderhübschen Hotelzimmer auf morgen vor und gucke auf die Berge. Denke daran, wo ich schon überall in meinem Leben gewesen bin. Und in welchen Situationen ich am glücklichsten war. Ich bin ein bißchen wehmütig, aber das bin ich wohl immer, wenn ich unterwegs bin. Ich denke dann immer – hinter der nächsten Kurve, da kommt es…! Aber was genau da kommen soll? Ich hab keine Ahnung.

Jemand, mit dem ich fast die ganze Welt bereist habe, hat mal gesagt: „Egal, wo ich bin, ich suche irgendwie immer nach dem perfekten Ort, der perfekten Gasse, dem perfekten Weg…“

Ich konnte ihn verstehen…

Ruhelose Geister waren wir. Und ich bin es immer noch.

Ich lass euch auf jeden Fall wissen, was hinter den nächsten Kurven wartet!

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Eure Vaile am Fenster

 

PS: Das hier hat mich dann im Zimmer empfangen… es gibt also doch noch Hoffnung 🙂

 

<<< Mein neuer bester Freund: die Espresso-Maschine.

 

Ein ganz normales Wochenende…

Ein ganz normales Wochenende…

2016-07-28  Berlin

11:00 Uhr. Ich treffe mich mit einem Filmproduzenten, um ein Drehbuch und meine eventuelle Mitarbeit zu besprechen. Es hört sich vielversprechend an…

13:00 Uhr. Ich springe in einen Flix-Bus nach Hamburg, erwische einen Fensterplatz. Obwohl ich versuche so unauffällig wie möglich mit meinem Sitz zu verschmelzen, in der Hoffnung, dass der Sitz neben mir vielleicht frei bleibt und ich meine Studienunterlagen dort ausbreiten kann, setzt sich nach einer Weile eine junge Frau neben mich. Mist, denke ich und verstecke mich noch tiefer hinter meiner Sonnenbrille. Mittlerweile habe ich meine Tasche mit Ipad und Studienbuch auf dem Schoß. Mein silberner Kaffeebecher drückt mir in den Rücken, denn ich sitze quasi darauf. Trotzdem wahre ich den Schein und versuche zu lernen. Die junge Frau sortiert sich neben mir und spricht mich an. „Entschuldige bitte, es war wirklich nirgends mehr was frei…“ Ups… da sah ich vielleicht doch etwas zu asozial aus. Ich nehme die Sonnenbrille ab und sehe sie an. „Ich muss mich entschuldigen“, sage ich, „tut mir leid, wenn ich zu grimmig ausgesehen habe“. Sie lächelt und holt ebenfalls ihr Buch raus. Alles ok, denke ich. Sei nicht immer so unnett. Denke ich.

Die Fahrt ist unspektakulär, mein Ziel ein 75jähriges Family-Event. Ich war schon ewig nicht mehr dort. Familie kommt eben auch viel zu kurz.

16:30 Uhr. Ankunft Hamburg, zwei Kapitel Studium geschafft, jetzt Family. Meine Schwester holt mich vom Bahnhof ab und wir fahren aufs Land. Den Rest des Tages werde ich mit Kuchen essen verbringen, nehme ich mir vor.

17:30 Uhr. Ankunft Family, ich bin die Überraschungs-Verwandte. Niemand wusste, dass ich komme, da ich bis zum Schluss nicht wusste, ob ich es geregelt bekomme. Ich bin froh, dass ich es geschafft habe. Für den Rest des Abends bin ich wieder 14 und esse mich durch das Kuchen-Buffet.

2016-07-29  Hamburg

7:30 Uhr. Kaffee.

9:00 Uhr. Flix-Bus nach Berlin zurück. Diesmal habe ich beide Sitze für mich. Ich lerne, es ist gut genutzte Zeit. Leider stehen wir gut 2 Stunden im Stau. Das ist blöd, denn mein Tag ist heute sehr eng geplant. Um 13:00 Uhr muss ich die Ponys kurz versorgen und um 17:00 Uhr auf einer Hochzeit im Schloss Ziethen sein.

14:00 Uhr. Berlin

Wir kommen erst gegen 14:00 Uhr an. Das schaff ich, denk ich. Ich rase zu meinem Wagen, der auf dem Park and Ride steht. Ich drehe den Schlüssel. Mein Wagen hustet mich leise an. Nein, er röchelt eher einmal kurz. Danach macht er gar nichts mehr. Aber freundlicher Weise gehen die Fenster noch einmal auf. Dann aber nicht mehr zu. Warum auch. Ich rufe den ADAC, es sind ungefähr 50°C in meinem Auto. Aber die Fenster sind ja wenigstens unten. Der ADAC sagt, er kommt und rettet mich. In den nächsten 90 Minuten. Super. Ich kann nicht weg vom Auto. Die Fenster gehen ja nicht mehr zu. Mist. 90 Minuten für den ADAC. Insgesamt 3,5 Verspätung schon. Das schaff ich noch, denk ich.

Der ADAC kommt tatsächlich schneller als erwartet. Ich werde abgeschleppt. Die Batterie ist ein Totalschaden, eine so große Ersatzbatterie hat er nicht dabei. Also, ab in die Werkstatt.

15:30 Uhr. Neue Batterie eingebaut. 200 €. Mist. Jetzt schnell die Ponys versorgen.

16:30 Uhr. Ankunft Ponys, hier alles ok.

17:30 Uhr. Ankunft Zuhause in Berlin, wann ging die Hochzeit los? 17:00… ok, ich komme etwas zu spät. Duschen, umziehen. Geschenk noch nicht komplett. Mist!

18:00 Uhr. Ab ins nächste EKZ, Blumen und Karte kaufen …

18:15 Uhr. Weiterhetzen zum Schloss, sind ja nur 60 Kilometer. Ein Klacks für ein Auto mit neuer Batterie.

19:00 Uhr. Ankunft Schloss. Juchu, rechtzeitig zum Essen. Ich kenne absolut niemanden. Warte, doch, da ist die Braut, sie freut sich wahnsinnig, sie wusste nicht, ob ich es schaffe (haha), und ihren Sohn, den kenn ich auch. Wunderbar.

Durchschnittsalter an dem Abend ca. 65+, Durchschnittspegel ca. 2,7. Um genau 0:00 Uhr verwandle ich mich in einen Kürbis und verlasse das Schloss. Oder so ähnlich. Ich fahre nach Berlin zurück, kurz mal schlafen.

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Zwischen Berlin/Hamburg und München…immer lächeln, auch wenn die Karre unterwegs liegenbleibt 🙂

2016-07-30  Berlin

7:00 Uhr. Kaffee

9:00 Uhr. Bus nach Hamburg, Kaffeebecher, Studienmaterial, Tasche, ich sitze allein.

Alles wie gewohnt. Ich glaube in diesem Bus war ich schon mal…

🙂

Meine nächste Woche fängt am 1. August in Berlin wieder an, in der Woche habe ich Hamburg/Berlin, Berlin/München, München/Berlin, dazwischen Musikstudio und Rosenheim-Cops Dreharbeiten…

Ich melde mich – wie gewohnt – von irgendwo unterwegs!

Eure Roadrunner-Vaile

Gewaschen, geputzt, gewienert und los!

2016-07-07

21:44 Uhr. Es ist kaum zu glauben, wie schnell die Wellen des normalen Lebens wieder über mir zusammengeschlagen sind… Als hätte das Alltags-Meer meine kleine Auszeit nie bemerkt.

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Gelackte Füßchen 😄

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Chilling in the sun

Ich bin in den Drehvorbereitungen und hab mir den Donnerstag und Freitag aber noch genommen, um eine kleine Übungsfahrt zur Nachbereitung unserer Reise mit Nocona zu machen. Was bietet sich da mehr an, als ein kleines Turnier mitzunehmen. Also, gewaschen, geputzt, gewienert und los. Eine Stunde Fahrt sitzen wir mittlerweile auf einer halben Pobacke ab. Püppi sieht lustig aus mit ihren lackierten Hufen (ja, so was muss man machen auf Turnier) und ihren geflochtenen Zöpfen. Ich bin irgendwie wie immer. Momentan mit Jogginghose und Pulli, sitze bei ihr im Paddock und genieße, dass wir wieder Zeit zusammen haben. Die Prüfung morgen ist mördermässig schwer, wir sind in keinster Weise vorbereitet, also entspannen wir uns einfach und erwarten nichts. Nur Teamwork wünsche ich mir …

IMG_2360 IMG_2367Dann geht’s gleich wieder nach Hause und Samstag früh, nach kurzem Pferde- und Weiden-Check, ab nach München zur Arbeit. Am Sonntag treffe ich mich unter anderem mit meinem Film-Team von „Frei sein“ und freue mich schon sehr auf das Wiedersehen. Am meisten warten sie natürlich auf meine tolle, filmisch verwertbare Zahn-Horror-Geschichte 😄

Ich melde mich aus München!

Bis dann, eure Vaile

Wieder Zuhause

2016-07-03

Zuhause_120:39 Uhr. Wir sind wieder Zuhause …

Wenn ich auf den Bildern ein bißchen wehmütig aussehe, dann täuscht das nicht … Und dass Nocona so gar nicht wehmütig aussieht, täuscht auch nicht … 😉

Wir sind von Trelleborg nach Berlin 11 Stunden unterwegs gewesen. Verspätung der Fähre und Stau auf der Berliner Strecke – aber Püppi war ganz tapfer, hat ihre Heulage vernichtet und ich habe auch irgendwie durchgehalten. Als wir Zuhause ankamen und Nocona aus dem Hänger durfte, fiel ihr geradezu die Kinnlade runter. Sie hatte wohl mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass sie nach Hause kommt. Ich war so schnell abgemeldet, so schnell konnte ich nicht mal „Keks?“ fragen.

Nix Keks, sie wollte nur zu ihrer Herde, die ich, bei aller Liebe, nun mal nicht ersetzen kann.

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Tschüss Freundin … Danke für alles.

Ich wollte eigentlich am liebsten überhaupt niemandem sagen, dass ich wieder da bin und mich still und heimlich wieder hier einschleichen, aber das hat nicht funktioniert. Eine Freundin rief mich noch im Auto auf der Autobahn an und brach damit direkt durch meine fast drei wöchige Schweigezeit. Zum Glück, denn so geht die Integration ja auch für mich wieder schneller.

Ich hab so viel erlebt auf dieser doch kürzesten all meiner Reisen. Es gab so viele Herausforderungen, denen wir uns stellen mussten. Sei es, dass ich ganz alleine gefahren bin und so auch keine Hilfe erwarten konnte. Sei es, dass Nocona im Grunde ihres Herzens kein Wildnisgänger ist und sie nur mir zuliebe so toll mitgemacht hat. Sei es, dass ich mir ausgerechnet in der zweiten Woche einen Zahn zertrümmern musste … es gab viel zu lernen und zu erleben. Und ich bin total froh, dass wir es so weit zusammen geschafft haben.

Ich weiß jetzt, nach einer Eingewöhnungszeit kommen wir dort oben zusammen klar. Und mit diesem Wissen im Herzen freue ich mich schon wie blöd auf meine nächste Reise in den Norden. Meine Satteltaschen sind ordentlich und trocken weggepackt, das ganze Outdoor-Equipment wird liebevoll eingemottet, damit ich im nächsten Jahr sofort startklar bin, wenn es im Herzen wieder zieht. Und es an der Zeit ist, dem Ziehen nachzugeben.

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Bis nächstes Jahr … Irgendwo da draußen.

Schön, dass ihr dabei wart! Es war etwas ganz Neues für mich, mich so oft und offen mitzuteilen. Anders als sonst, denn die Einsamkeit fühlt sich anders an, wenn man wirklich keinen Kontakt hält. Aber auch total schön!

Mein nächstes Abenteuer wartet in München auf mich, wo ich schon Anfang der nächsten Woche wieder vor der Kamera stehe. Bis dahin habe ich wohl jedes Sandkorn, jedes Blatt und allen Schmutz von mir abgewaschen… aber das Lächeln, die Weite und die Wolken am Himmel; die bleiben in meinem Herzen.

Und das kann man immer sehen.

Eure Vaile

Nocona und das Meer

2016-07-02

Nocona und das Meer

Das Meer… aber viel weiter ist sie zuerst auch nicht gegangen.

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Aber nach ein bißchen Ermunterung wurde sie mutiger 😄

20:40 Uhr. Heute sind wir wieder in Trelleborg angekommen. Ich bin gleich erst mal an den Strand geritten!

Nocona hat das Meer erst einmal gesehen, als sie noch ziemlich klein war. Sie war so was von skeptisch, dass sie zuerst nicht mal auf den Sand treten wollte. Dermaßen skeptisch, dass ich tatsächlich absteigen musste, um sie davon zu überzeugen, dass wir hier nicht sterben werden. Dann war es aber total schön – sogar ins Meer hinein hat sie sich getraut, wenn auch nicht besonders weit.

Danach hab ich Blumen für einen kleinen Trockenstrauß gesammelt. Von jeder die ich dort finden konnte eine, so hab ich ein bißchen von hier auch Zuhause. Ein zweiter kleiner Strauß ist für meine Schwester, die mir mit dieser Reise sehr geholfen hat ❤️

Trelleborg_2Trelleborg_1Morgen ist es dann schon wieder soweit, die Fähre geht um 7:30 Uhr – einmal noch auf schwedischem Boden schlafen. Gleich packe ich meinen Wagen für unsere Rückreise. Ich glaube, wir sind beide etwas bedrückt. Gott sei Dank ist das Wetter mehr als mäßig. So ist es immer leichter Schweden wieder zu verlassen …

Für nächstes Jahr hab ich schon viele Pläne; es soll zum Beispiel eine alte Trecking-Strecke um einen großen See geben! Das werde ich recherchieren, ich freu mich jetzt schon total.

Ich melde mich morgen von unterwegs, schlaft schön! 🙂 Eure Vaile

Herzlichkeit im Pferdeparadies

2016-07-01

Ranch52_6Ranch52_218:13 Uhr. Nicht zu fassen, dass heute schon der erste Juli ist. Ich muss damit leben, dass ich mich auf den Heimweg machen muss. Zumindest wenn ich arbeiten möchte – und das möchte ich. In einer Woche schon drehe ich in München.

Ein paar Tage werden Nocona und ich Zuhause brauchen, um wieder unter die Leute zu können … Ich möchte sie auch natürlich nicht nur Zuhause ausladen und dann, nach diesen intensiven Wochen, einfach weiter nach München fliegen.

Im Moment bebrubbelt sie jede Bewegung die ich mache, sie redet eigentlich die ganze Zeit ganz leise mit mir. Ich werde ein oder zwei Tage im Stall bleiben, bis ich sicher sein kann, dass sie in ihrer Herde wieder gut aufgehoben ist.

Ich bin trotz des Zahns noch eine kleine Weile an meinem Platz geblieben, dann hab ich mich auf den Weg gen Süden gemacht. Ich wollte die 600 Kilometer nicht wieder durchfahren, deshalb hab ich eine kleine Pferderanch angesteuert, die meine Schwester für mich im Internet gefunden hatte. Die Ranch 52.

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Auch die Feuerstelle wird von Gras befreit – Ordnung muss sein 🙂

Leute, ich hätte nichts besseres machen können, als dorthin zu fahren. Melanie und Jürgen, zwei deutsche Auswanderer, haben vor vier Jahren angefangen dieses kleine Pferdeparadies aufzubauen. Die beiden haben Nocona und mich dermaßen herzlich aufgenommen, dass ich gleich beschlossen habe, im nächsten Jahr für etwas länger dort hinzufahren. Melanie hat mich sogar, ohne dass ich danach gefragt hätte, mit einer topografischen Karte der Gegend versorgt. Ich hab so weit südlich natürlich noch keine eigenen Karten.

Dann haben wir zusammen gesessen und sie hat etwas wehmütig verfolgt, dass ich am nächsten Tag zu einer 6-Stunden-Tour zu einem großen See aufbrechen wollte. Ich fragte, ob sie nicht einfach mit uns kommen möchte, aber der Hof, die Arbeit, die Reitschüler … ich war ja ein recht ungeplanter Vagabund.

Als ich am nächsten Morgen Nocona fertig machen wollte, kam sie dann auf einmal strahlend mit ihrem gesattelten Spanier um die Ecke, „ich schwänze heute und komme mit!“. Wir hatten einen super schönen Ritt durch ein für mich unbekanntes Südschweden, sind zwar klitschnass geworden, hatten aber einen Heidenspaß dabei.

In den nächsten Tagen fahre ich dann nach Trelleborg weiter und von dort wieder mit der Fähre zurück nach Deutschland.

Aber heute genieße ich erstmal noch die Abendsonne und springe in den nächsten See, den ich finde. Wer kommt mit? 🙂

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Bis bald! Eure Vaile

Kleiner Nachtrag – wer an einem tollen Pferdeurlaub in familiärer Atmosphäre interessiert ist, der sollte sich schleunigst bei Melanie und Jürgen vormerken lassen! Nähere Informationen findet ihr hier.

Mein Platz

2016-06-26

Mein PlatzMein Platz18:07 Uhr. In den letzten Tagen hat sich durch die Schmerzattacke und die ganzen Schmerzmittel doch einiges an Wahrnehmung verschoben, aber ich möchte mich davon nicht abhalten lassen …

Ich bin heute früh mit dem ersten Tageslicht mit Nocona zu „meinem“ Platz aufgebrochen. Dorthin, wohin ich als Mädchen einst vor dem Gewitter hingeflüchtet war und, immer mit Blick auf die schwarze Wand hinter mir, gehofft hatte, dass es dort, wo der Pfad zuende war, bitte gut geeignet sein möge, um das Unwetter abwarten zu können. Ich wusste ja noch nicht, dass ich auf den schönsten Fleck in meinem Universum zusteuerte. Ich werd nie den Moment vergessen, als ich aus dem Birkendickicht herauskroch und die Wiese vor dem See im letzten Licht vor dem Sturm sah.

Ich wusste, hier können wir alles überstehen. In jedem Jahr habe ich diesen für mich so besonderen Fleck Erde besucht – manchmal auch nur, um den riesigen, alten Bäumen guten Tag zu sagen und um zu sehen, ob sie alle noch da sind.

Mein-Platz_2Mein-Platz_3Nach den Strapazen des letzten Tages sind wir dieses Mal ein Stück gefahren, bevor wir wieder in den Wald geritten sind.

Es hat sich dort etwas verändert. Der Wildpfad, der bis zu meinem letzten Besuch ungefähr eine Stunde durch den dichten Wald dorthin führte, ist nun ein Arbeitsweg für Baum-Fahrzeuge. Das heißt, sie haben den Weg geschottert. Das hat mich sehr traurig gemacht …

Um so froher war ich dann, als ich unten auf der Lichtung ankam und sehen konnte, wie unentdeckt und verwachsen dort alles ist. Ich habe selber kaum mehr die Pfade gefunden, die ich damals dort sah und auch die Ruine wiederzufinden war ein kleines Wunder. Nocona hat sie gefunden.

Das zeige ich euch dann alles in meinem Reisevideo, sobald ich es Zuhause aufbereiten kann. Ich werde jetzt die letzten Tage meiner Reise hier verweilen. Die dämliche Zahngeschichte macht es mir leider unmöglich, weiter durch den Busch zu stapfen.

Aber hier wollte ich eh am allermeisten hin. Hier, wo mein Herz zu Hause ist und ich glücklich bin.

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Bis bald, ich melde mich von unserer Rückreise! Eure Vaile

Vaile ohne Zahn

2016-06-25

20:09 Uhr. Eines sollte man unbedingt nicht tun, wenn man mit Pferd alleine durch die schwedischen Wälder stapft. Man sollte sich bitte auf keinen Fall einen Zahn ausschlagen.

Zwei Nächte, einen endlosen Tag und unzählige Ibuprofen 800 später überlegte ich wirklich, wie das wohl geht, sich selber einen Zahn zu ziehen. Man liest es ja immer mal wieder … aber ich weiß jetzt, ich laufe lieber mit Fieber und Schmerzen die Nacht durch, als meinen zerbrochenen Zahn auch nur mit der Zunge, geschweige denn mit einer Zange, die ich durchaus dabei gehabt hätte, zu berühren.

Nocona hat mich einen ganzen Tag hindurch getragen, samt Gepäck. Ich hätte vor einer Woche nicht mal geglaubt, dass wir auch nur die nächste Nacht zusammen durchstehen, und jetzt bringt mich diese kleine Kampfmaschine von hirschhassendem Pony nach der zweiten heulend durchwachten Nacht innerhalb von Stunden zu meinem Auto zurück – eine Strecke für die wir auf dem umgekehrten Weg mehrere Tage gebraucht haben.

So richtig bekomme ich es kaum noch zusammen. Wir sind am frühen Morgen los, erreichten nachmittags Auto und Hänger. Ich hab ihr wohl ein Paddock gebaut, Wasser gegeben, die Fliegensachen angezogen und bin dann in den nächst größeren Ort gefahren. Die Not-Zahnarztpraxis dort machte gerade zu, aber nach einem Blick auf mein verzerrtes Gesicht haben die mich trotzdem sofort eingelassen, denn in dem Zustand hätte ich nicht mehr weiterfahren können. Dieses Dankbarkeitsgefühl kann ich kaum in Worte fassen. Die hatten ein Stundenprogramm vor sich. Ergebnis, Zahn total zertrümmert, alles musste raus. Die Zahnreste alle zu finden hat gedauert. Ich hatte zwischendurch einen Schüttelfrost-Anfall, meine Nerven waren am Ende.

Ich traf dort auf ein Team von zwei Zahnärzten, einer Frau und einem Mann, die sich beide ganz toll um mich gekümmert haben. Beide waren unendlich freundlich und haben viel Mitgefühl gezeigt. Als ich ihnen erzählt habe, auf welchen Wegen ich zu Ihnen gefunden hatte, waren sie überzeugt davon, mein Pony wäre gleich draußen vor der Tür angebunden. Wahrscheinlich hat eine der Helferinnen nachgesehen.

Hatte ich erwähnt, dass ich in drei Wochen meinen nächsten Film drehe?

Na ja, bis dahin ist ja noch etwas Zeit, das Lächeln wieder herzustellen …

Ich bin dann bangend zu Nocona zurück. Befürchtend, dass sie, so plötzlich alleine gelassen, vollkommen durchdreht. Jedoch als ich ankam graste sie friedlich, zumindest in diesem Moment. Ich bin so dankbar, dass mein chaotisches Pony sich in so kurzer Zeit zu einem ernstzunehmenden Wildnis-Partner entwickelt hat.

Und jetzt?

Warte ich erst mal wie schlimm die Schmerzen morgen werden. Dann sehen wir weiter.

Eure Vaile-ohne-Zahn

Ewiges Rätsel um das Abendlicht

2016-06-23

19:12

AbendlichtAm-See_4Bei mir neigt sich der Tag dem Ende zu und – auf das andere Ufer fällt das Abendlicht.

Wieso ich eigentlich immer am „falschen“ Ufer mein Lager aufschlage, bleibt mir ein ewiges Rätsel …

Ich bin vorgestern über sechs Stunden gewandert, mir tun ehrlich die Knochen weh. Der Weg hat sich jedoch gelohnt. Ich bin jetzt mit Nocona im Reservat angekommen und es ist genau so schön, wie ich es in Erinnerung hatte.

Dann und wann legen Kanu Reisende hier an – es ist ein beliebtes Gebiet entlang dem wunderschönen, riesigen See Stora Le.

An diesem See, nur am anderen Ende, hat meine Geschichte begonnen und vielleicht ist es gar nicht so furchtbar pathetisch zu behaupten, mein Leben auch.

Am-See_2Am-See_3

Am-See_6Ich bin also hin und her gerissen zwischen Freude im hier und jetzt und Trauer in der Erinnerung. Wie viele von euch wissen, ist in den letzten Jahren vieles aus meinem Leben verschwunden, das ich gerne gehalten hätte. Freude und Traurigkeit lagen bei mir schon immer eng beieinander, aber es ist wirklich ein glücklicher Moment am Leben zu sein und diesen wahnsinnig schönen und ewigen Ausblick aus meinem Zelt sehen zu dürfen. Dafür hat sich jeder Schritt gelohnt.

Ich wünsche mir, euch das auch zeigen zu können, denn wenn ich eines über schöne Dinge gelernt habe, dann dass sich alle Freude verdoppelt, wenn man sie teilt …

Zuhause arbeiten meine Kollegen und Film-Partner gerade daran „Frei sein“ in die Kinos zu bekommen. In diesen Tagen beginnt das Filmfest in München – ich habe mich aber ganz bewusst entschlossen, in diesem Jahr im Wald zu sein und meine Geschichte zu leben.

Ich mache diese Reise jetzt auch für euch, für das Projekt „Frei sein“ und das ist ein neues, tolles Gefühl!

Alles Liebe vom (schattigen) Ufer! Eure Vaile und Nocona

Sommerabend am See

2016-06-22

VF_Sommerabend_2Wir haben gestern nach etwas über sechs Stunden Marsch unser Ziel erreicht und wurden mit einem sonnigen Abend am See belohnt … ich bin gerade unendlich glücklich! Es ist so wunderschön hier und mein Solarpanel ist auch wieder zum Leben erwacht. Wärme, Licht, Energie – und dazu ein solcher Ausblick, mir ist gerade so froh ums Herz …

VF_Sommerabend_1

Bis bald, eure glückliche Vaile

Sommer(regen)-Sonnenwende

2016-06-21

Sommeranfang

Sommeranfang, wie man sieht 😉

Sonnenwende

Kalt und nass da draußen.

9:05 Uhr. Heute ist Sommeranfang, aber der einfache Tourist könnte es hier in Schweden auch mit Beginn der Regenzeit verwechseln.

Es hat den ganzen gestrigen Tag und die ganze Nacht gegossen. Ich bin so froh, dass ich eine tolle, leichte, aber warme Decke für Nocona dabei habe. Sie hat nach einer Stunde Dauerregen so geschlottert – als ich das Lager fertig hatte, hab ich sie gleich warm eingewickelt.

Wegen des Regens mussten wir auf einer Wiese notlanden, die zu einer kleinen Farm gehört. Wir sind zwar außer Sichtweite, aber ich bin froh, wenn wir wieder ganz alleine sind.

Nocona meistert unsere Reise immer besser. Gestern kam zweimal „Monster“ Rotwild zu Besuch. Die motzen und schreien, dass einem echt die Muffe geht, wenn man nicht weiß, was sich dort im Wald verbirgt. Dann umrunden sie einen und schreien einen nach so zwei Stunden noch mal von der anderen Seite zusammen. Beim ersten Mal hat Nocona so geschlottert und gefaucht, dass ich mich schon hinter ihr hab her rennen sehen, aber sie ließ sich zum Glück beruhigen.

Beim zweiten Mal war ich schon mit einem Bein aus dem Zelt, als ich bemerkte, dass sie relativ entspannt genau vor meinem Eingang stand und, ohne Fauchen, aufmerksam das audiovisuelle Hirschkino verfolgte.

Eine Woche

Eine Woche unterwegs 🙂

Sie ist so toll, ich bin ganz stolz auf sie. Auch über oder durch kleine Bäche zu gehen wird immer besser. Beim ersten Mal sprang sie noch um ihr Leben, beim dritten Mal rutschte sie vorsichtig rein und kletterte wieder raus. Ich bin ganz zufrieden mit ihr.

Vor allem, wie sie meine Nähe sucht, ist für mich etwas ganz besonderes. Das kenne ich nicht von Marina. Da war ich immer diejenige, die zu ihr gerobbt ist, wenn ich Angst hatte und sie hat mir dann erklärt, was um uns herum passiert, das man sich nicht fürchten muss.

Milchreis

Frühstück: Milchreis mit etwas Gras und ein, zwei Käfern 😝

Heute werden wir aufbrechen, sobald die Sachen einigermaßen abgetrocknet sind. Ich kann das Zelt sonst nicht einpacken, es würde komplett durchsuppen. Ich hab heute eine sehr lange Tour vor, aber das Ziel vor mir, vor uns, ist ein mir vertrautes. Deswegen weiß ich, dass es die Mühe wert sein wird! Ein ungefähr acht Stunden langer Marsch liegt vor uns. Ich werde wieder laufen, aber um schneller zu sein, werden wir befestigte Wege nehmen. Langweilig, aber zielführend.

So, jetzt aber erstmal Frühstück! Mein erster Milchreis in der Wildnis in diesem Jahr!  (sowas kann man auch nur hier essen😝)

Bis später! Eure Vaile

Schwieriger Anfang – erster Lichtblick

2016-06-19

Tschüss, Auto!

Tschüss, Auto!

Auf geht´s ...

7:51 Uhr.

Diesen Blog zu schreiben, ist wirklich eher wie mein Tagebuch zu führen. Wenn nur der leidige Akku nicht so schnell verschwinden würde – vor allem immer dann, wenn ich ewige minutenlang Netz suchen muss. Ich hab noch ein Powerpack dabei um es aufzuladen, denn eigentlich ist das Handy ja nur für den Notfall.

Es kann aber so viel tolles! Ich kann meinen Blog schreiben, Bilder hinzufügen, posten … zum Telefonieren hab ich es schon ewig nicht mehr benutzt 🙂

 

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Gepäck ab!

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Blick aus meinem Zelt

Nachdem die ersten Tage und Nächte echt schwierig waren und Nocona einfach nicht damit zurechtzukommen schien, ganz alleine zwischen Elchen zu sein, ergab sich von gestern zu heute der erste richtige Lichtblick. Ich trau dem Frieden noch nicht so ganz, aber seit wir gestern auf dieser kleinen Lichtung angekommen sind, ist sie wie ausgewechselt. Wir konnten, durch gelegentliche Fauch-Anfälle unterbrochen, auch recht gut schlafen. Ich bin so dankbar für jede Minute Ruhe im Gesicht meines Pferdchens. Diese Reise ist anstrengend genug, es reicht, wenn hier einer mit Dämonen zu kämpfen hat.

Heute machen wir wieder einen Scoutritt, um die Strecke vor uns zu erkunden. Nocona hat sich vor lauter Aufregung leider eine kleine Prellung auf dem Rücken zugezogen, daher kann sie eh grad kein schweres Gepäck tragen.

Frühstück

Frühstück

Ich koch mir jetzt Tee. Die in diesem Moment gefühlt beste Idee des Jahrhunderts war meinen Emser Becher mitzunehmen. Der hält meinen Tee schön lange warm und ich spare am Kocher. Ich hab den Deckelverschluss rausgenommen, so kann ich überall noch kleine Dinge wie Tee und Knödel reinstecken und er nimmt nur minimal Platz weg.

Nocona hat sich gerade hingelegt, wie schön.

Ich mach jetzt Frühstück und hoffe, das Wetter wird noch freundlicher …

Melde mich von unterwegs – schön, dass ihr da seid!

Eure Vaile

Schlaf wird überbewertet.

2016-06-17

VF_Gras

Ankunft bei den Aktivitetern, meiner letzte Station bevor wir alleine sind. Hier darf ich mein Auto samt Hänger lassen. Als wir ankamen regnete es in Strömen.

Die berühmte Holzachterbahn in Göteborg..es war Stau, ich hatte nicht nur Zeit für ein Foto, ich hätte Zeit gehabt ne runde zu drehen...

Die berühmte Holzachterbahn in Göteborg. Es war Stau – ich hatte nicht nur Zeit für ein Foto, ich hätte Zeit gehabt ne Runde zu drehen.

9:36 Uhr. Heute haben wir endlich mal 6 Stunden durchschlafen können. Also, ich schlafe natürlich nicht durch – ich hab wieder meinen „Schlaf mit einem offenen Auge“-Rhythmus – ich meine Nocona. Sie findet sich nur sehr schwer hier im Wald alleine mit mir ein.

Jede Nacht dachte ich bisher, das reicht, wir brechen ab, sie hat die Nerven dafür einfach nicht. Und jeden Morgen, wenn sie dann endlich für ein paar Stunden still war und mit hängender Unterlippe neben meinem Zelt steht, denke ich, ok, noch eine Nacht, vielleicht wird es ja noch und sie braucht nur Zeit.

Es hetzt mich ja niemand.

Nocona war nie so ein Einzelgänger und so eigenständig, wie Marina. Als Zweitpferd war sie immer perfekt, aber jetzt soll sie den Job alleine machen und ich wünschte, ich könnte ihr mehr helfen. Heute Nacht haben wir neben allen Monstern, die nur Nocona sieht, auch Besuch von einer Rotwild-Familie gehabt, die motzend und zeternd über unser brachliegendes Nervenkostüm getrampelt ist. Ich merke, es braucht auch bei mir wieder seine Zeit hier wirklich anzukommen und zur Ruhe zu kommen.

VF_Pause

„Home Sweet Home“ … noch.

Gestern saß ich noch bis 22:30 Uhr einfach nur auf einem Stein am Ufer und hab in die Ferne geschaut. Ich wollte nicht mal schreiben, ich saß einfach nur da und hab auf Heilung gewartet. Mein Kopf tat mörder weh, meine Füße brannten, meine Finger waren aufgerieben und wund. Ich hatte wohl vergessen, dass ich auch immer eine ganze Weile brauche, um alles in mir abzuschalten und wieder zu verstehen, dass ich hier keinem Zeitplan gerecht werden muss.

Meine Schwester sagte noch zu mir, egal was kommt, lasst euch Zeit. Irgendwie hat sie in dem Moment besser verstanden worum es hier geht, als ich selbst.

Ich lass uns jetzt Zeit. Genau. Deswegen bin ich ja hier …

Erster, langer Scout-Ritt. Kleine Jägerhüte gefunden und dort Pause gemacht.

Erster, langer Scout-Ritt. Kleine Jägerhüte gefunden und dort Pause gemacht.

Gestern tagsüber sind wir 7 Stunden unterwegs gewesen. Ich mache mit ihr Scout-Ritte, so dass wir immer ein Lager haben, in dass wir zurückkommen können. So hat sie ein kleines bißchen mehr Sicherheit und ich verlange nicht alles auf einmal von uns.

Heute ist aber Ruhetag, wir werden baden und am See chillen. Morgen geht es dann weiter zum nächsten Fleck, einer kleine Wiese im nirgendwo, direkt am Ufer eines anderen großen Sees. Ich mach euch Fotos sobald wir da sind und werde wieder versuchen, euch daran teilhaben zu lassen … 😊

Bis bald!
Eure Vaile

Ankunft in Trelleborg

2016-06-15

Trelleborg

TrelleborgGestern sind wir, nach endlosen Stunden Fahrt, endlich in Trelleborg angekommen. Püppi war so ruhig und brav, alles hat genau nach Plan geklappt.

Nachts war sie ein bißchen unruhig auf ihrem Paddock, wo wir freundlicherweise zu Gast sein durften. Sie hat sich aber immer gleich wieder beruhigt, wenn ich kurz meinen Kopf aus dem Zelt gesteckt habe – wir sind zusammen und alles ist in Ordnung.

Dafür ratzt sie jetzt im Hänger schön auf der nächsten Etappe unserer Strecke weiter rauf in den Norden.

TrelleborgHeute Morgen war ich um 7 Uhr bereits auf einer großen Tankstelle – mal ohne Hänger – und hab mich da in der Gästetoilette kurz frisch gemacht. Dann ungefähr 2 Liter Kaffee getrunken und schnell wieder zurück zur großen Maus. Ich bin noch eine Stunde mit ihr durch die morgendliche Gegend geritten, bevor ich sie wieder in den Hänger gesteckt habe.

Trelleborg liegt übrigens direkt an Meer! Total schön! Jetzt stehen wir leider im Stau, aber ich nutze die Zeit einfach kurz für ein Update. Noch einige Stunden Fahrt (wenn wir denn vorankommen), dann Freiheit …

Schön, dass ihr dabei seid! Bis zum nächsten Stau 😉

Eure Vaile und Nocona

Zwischenmeldung

2016-06-14

Hey ihr Lieben, kurze Zwischenmeldung von unterwegs.

Die erste Etappe haben wir geschafft und auch wenn mir die sch… lange Hängerfahrt in der Seele weh tut, ist dies doch die beste und schnellste Möglichkeit für uns in den Norden zu kommen …

Nocona zupft an ihrer Heulage herum und verschläft dann hoffentlich die Überfahrt und ich lasse mir den Nordwind ins Gesicht wehen … bald sind wir da!

Das nächste Mal melde ich mich aus Schweden! 🙂

Eure Vaile

 

Ich packe meinen Hänger…

2016-06-10

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Hier gucken wir direkt in den Hänger, ich hab die MIttelwand rausgenommen. Es ist ein iFor Williams 506 für zwei Pferde. Aber sie hasst enge Räume und fährt lieber im Großraum-Appartement.

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Der Blick durch die kleine Tür in den Hänger, die beiden MInirollen stehen fest gesichert übereinander. So nehmen sie am wenigsten Platz weg, ich komme gut rein und Püppi kann sogar auf der anderen Seite den Frontausstieg benutzen, wenn sie möchte.

Ich packe meinen Hänger…

Heute habe ich sage und schreibe fast den ganzen Tag damit verbracht Auto und Hänger zu pimpen. Das dicke Pony soll sich ja wohl fühlen auf der langen Fahrt.

Da meine Püppi Heustaub-Allergiker ist und ich die ganzen schnellen Futterwechsel auf Reisen eh so magenschonend wie möglich gestalten möchte, nehme ich für sie 4 Minirollen von ihrer Haus-Heulage mit. Zwei Rollen kommen vorne in den Pferdehänger und zwei hinten in mein Auto.

Eine Rolle mampft sie in ca. drei Tagen auf, wenn sie nichts anderes hat. Ich brauche die Heulage aber nur im Notfall und während der Fahr-Tage. Ansonsten frisst sie Gras und wenn wir endlich im Wald sind, alles was sie finden wird.

Durch ihre genetische Disposition PSSM, ist sie von Natur aus ein enorm guter Futterverwerter und es gilt die Devise, wenig essen, viel bewegen. Dann geht es ihr am allerbesten. Kannste haben, Puppe 🙂

 

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..oben kommt das ganze Pferdezeug rein, E-Stangen etc.. ist auch super bei stinkigen Pferdedecken 🙂

Mein Auto, es ist schon etwas sehr viel älter, als es vielleicht aussieht, hab ich in die Werkstatt geschleift und noch mal durchchecken lassen. Sämtliche Flüssigkeiten, Reifen etc. Jetzt noch das Roofcase drauf und wir nähern uns dem Finale 🙂

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Im Wohnzimmer inmitten meines Gepäcks…

So, Schluss für heute, schön, dass ihr dabei seid! Wenn ihr mal Fragen habt, gerne einen Kommentar hinterlassen, erzählen macht viel mehr Spass, wenn man dabei in einen Dialog treten kann…

Bis bald, schlaft schön!

Eure Vaile

Ich packe meine Satteltaschen …

2016-06-08

Ich packe meine Satteltaschen …

Wie versprochen gehe ich heute mal etwas mehr auf mein Gepäck ein.

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Das gelbe auf der Satteltasche hinten ist meine Solarzelle 🙂

Mein Pony trägt Satteltaschen für hinten von Ortlieb.ortlieb-pferdepacktaschen-300x300Vorne hat sie kleine Taschen für die Karten und Kleinkram. Über den hinteren Taschen lege ich einen vollen Kanusack ebenfalls von Ortlieb (lieber Qualität kaufen beim Gepäck, das muss am meisten abkönnen), darin sind mein Zelt und der Schlafsack. Über das Horn lege ich zuletzt noch ihre Regendecke. Ich selber trage am Körper die Tasche mit den heiligen Dingen, Messer, Medizin, so was…

Wo ich z. B früher 20 Bücher mitgenommen habe und zwei Ponys, eines fürs Gepäck, habe ich heute einen elektronischen KINDLE. Einen von den alten, ohne Licht und ohne SchnickSchnack. Der Akku ist das einzig wichtige – alles andere, was so ein Wundergerät kann, brauche ich nicht. Zum Wunder-KINDLE habe ich eine Solarzelle von Globetrotter. Den Solar Freeloader Classic, ob der funktioniert werden wir hier sehen.

Dann habe ich zum ersten Mal ein GPS Gerät mit einer gesamt Schwedenkarte 1:50000. Ein Garmin GPSmap 62st, auch hier ein altes Modell mit ohne SchiSchi und dafür einfache, aber längere Leistung mit Beschränkung auf das Wesentliche.

Mit dabei auch ein mobiles Pferde-Paddock, an dem ich gleich in erster Instanz einige wesentliche gewichtsparende Veränderungen vorgenommen habe.

Ich packe meine Satteltaschen

Hier kann man super den Größenunterschied zwischen dem großen Isolator von Patura und meinem kleinen ClipOn Isolator sehen…

Das Wanderreitpaddock von PATURA:

Das original Paddock von Patura kommt mit 4 ziemlich großen und schweren Isolatoren, die ich ganz einfach durch leichte (und günstige) kleine Clip Ons für Fieberglas E-Stangen ersetzen konnte.

So habe ich auch nicht nur 4 Isolatoren für eine obere Litze, wie von Werk aus gedacht, sondern gleich 12 Isolatoren für bis zu drei Litzen untereinander. Viel sicherer!

Auch die Werkslitze wurde ausgetauscht. Mitgeliefert wurde ca 40m grün/weiße 1cm breite Bandlitze. Ich habe mich hier für dünnes rot/weißes Seil entschieden, dass bei 65 kg Druck reißt und extrem gut Strom leitet.

Davon kann ich mehr mitnehmen (über 100m) und es spart Platz und Gewicht. Der mitgelieferte Handgriff, auf den die Litze aufgewickelt werden soll, ist gleich erst mal rausgeflogen.

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Links im Bild alles was im Patura Pack drinnen war, rechts meine gepimpten E-Stangen mit je drei ClipOns…

Wer braucht denn so was? Ein Riesengriff, der im Gepäck sperrig Platz wegnimmt. Wenn man gemütlich mit Auto unterwegs ist, ok, aber im Wald gibt es ne Schlaufe als Tor und das Strom an/aus System.

Meine Litze wird dann später unterwegs in den Schlafsack eingewickelt, dort wird auch die mobile Paddock-Batterie eingerollt. Die Paddock-Stangen kommen zu meinem kleinen Zelt in die Hülle und die überdimensionalen mitgelieferten Fahrradgummis, um die Paddock-Stangen zu spannen, werden mein Gepäck am Pferd halten. Die originale Tasche für das mobile Paddock kommt nicht mit. Platz sparen wo es geht.

Trotzdem ich dieses Jahr sogar ein GPS Gerät mit bei haben werde, verlass ich mich nicht auf die Technik und nehme Papierkarten mit. Da hilft mir in Berlin immer der Kartenladen Schropp. Die sind nett und kompetent, danke noch mal 🙂

So, ich hab jetzt schon fast alles gepackt, es liegt alles verstreut in meinem Wohnzimmer herum und in 7 Tagen geht es los! 😀 Bis zum nächsten Blog!!

Eure Vaile

Ich bin in den Vorbereitungen

2016-06-06

Ich bin in den Vorbereitungen für meine diesjährige Reise in den Norden.

Dieses Jahr fahre ich zum ersten Mal das Gespann von Auto, Hänger, Pony und mir ganz alleine. Bisher hatte ich auf der Fahrt bis zum Absetzen lassen immer Hilfe. Die wird mir nun fehlen und ich muss zugeben, ich hab ganz schön Angst.

Angst gehört immer dazu. Vor allem, wenn man mit einem Pferd ganz alleine 1500 km fahren möchte, um dann einige Wochen in der Wildnis zu übernachten.

Ich hab das schon so oft gemacht! Aber diese Reise ist meine erste. Meine erste, denn mein Seelenpony Marina ist nicht mehr an meiner Seite. Sie ist vor 2 Jahren gestorben und ich vermisse sie jeden Tag.Dieser Tage um so schmerzvoller, denn die Reise, die vor uns liegt hat neben all ihrer Verlockung auch Tücken.

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Meine kleine Nocona als Baby. Heute ist sie natürlich ein 500 kg schweres Ross aus Stahl 🙂

Mein Pony, dass mich nun begleitet ist die kleine Nocona. Ich habe sie schon seit sie ein Fohlen war. Aber ich habe keine Ahnung, ob sie die Stärke hat, diese Reise zu meistern. Sie ist ganz anders als mein Wildpferd Marina. Marina hat immer auf mich aufgepasst. Diesmal muss ich auf uns aufpassen. 

Beim nächsten Mal erzähle ich euch ein bißchen mehr über mein Gepäck, da hab ich nämlich dieses Mal im Vorfeld ein paar wesentliche Parameter verändert.

Eure Vaile

Frei sein 2016

Buch22016-06-05

Ich bin nach der Schule abgehauen, habe mein Pferd bepackt und bin mit einem Pferdeanhänger nach Schweden gefahren.

Nach Norden, bis die Strassen enger wurden und kaum mehr Autos oder Häuser in Sicht waren. Dort hat man mich abgesetzt. Ich ging von der Straße direkt in den Wald und erst nach 3 1/2 Monaten wurde ich wieder gesehen.

Es war eine Flucht vor den Menschen – und vor mir. Ich habe gelernt wie es ist, zu sein, ohne Sprache, ohne Zeit, ohne Ziel. Wochenlang konnte ich mich vor Angst kaum bewegen, das Nichts vor mir machte mir solche Angst, wie ich sie niemandem erklären kann. Ich rammte mir aus Versehen mein Messer ins Bein, aber man hört auf sich zu sorgen, wo niemand diese Sorgen teilen könnte. Schmerz ist schlimmer, wenn jemand da ist, der mitfühlt.

(Frei sein- Droemer Knaur)

Frei sein 2016Jedes Jahr packe ich nicht meine Koffer, sondern mein Pony. Und ich nehme mit; tja, alles was man so braucht, wenn man über Wochen alleine durch die schwedischen Wälder zieht – mit dem Ziel möglichst niemandem zu begegnen.

Ein Messer, Angelzeug, was zum Lesen, meinen Schlafsack und ne Möhre für mein Pony. Diese wird aber rationiert.

Ich bin im wirklichen Leben viel unter Menschen, arbeite mit ihnen, lerne von ihnen. Ich bin Schauspielerin. Ich bin Musikerin. Alles was ich zeige, hab ich irgendwo gesehen. Alles was ich fühle, hab ich irgendwo gelernt.

Aber was hat das eigentliche Leben mir eigentlich beigebracht. Was ist eigentlich das „eigentliche“ Leben? Wo fängt es an. Wie fühlt es sich an. Und wer bin ich, wenn ich mal über Wochen und Monate von niemandem reflektiert werde, mit niemandem reden muss, von niemandem abhängig bin und niemandem verpflichtet?

Wer bin ich dann. Noch.

Es gibt sicher viele Methoden, um sich selbst und den Antworten auf all diese Fragen näher zu kommen. Yoga, vielleicht… oder Meditation. Ich schnappe mir eben mein Pony und ziehe in den Wald im Norden. Grabe Wurzeln aus, angle Fische, koche Tütensuppen, schreibe und lese viel. Halte komplett die Klappe und höre zu.

Das absurdeste in meinem Leben war, dann tatsächlich ein Buch über diese intimste und privateste, diese ehrlichste aller Seiten an mir zu schreiben. Als das Interesse da war, hab ich mich daran gesetzt zu versuchen in Worte zu fassen, was ich eigentlich suche. Und als ich mit meinem Buch „Frei sein“ auf Lesereise ging, passierte das Wunder.

Ich fand mich auf einmal in bester Gesellschaft. Ich war damit gar nicht alleine, ich war damit eine von vielen, von tausenden, vielleicht zehntausenden, die sich wünschen aus all den Errungenschaften, aber auch all den Zwängen, einmal auszubrechen. Ich hatte immer gedacht, ich passe nicht in die Gesellschaft. Es stellte sich heraus, diese gefürchtete Gesellschaft als solche gab es gar nicht. Nur abertausende von Menschen, die alle ein Ziel haben. Glücklich zu sein. Und jede und jeder sucht sein Glück auf seine eigene einzigartige Weise. Ich zwinge halt mein Pony mich dabei zu begleiten.

Ich bin nur eine von allen.

Und meine ganz spezielle Art der Suche möchte ich von nun an mit euch teilen. Also, wer mich begleiten möchte, hier ist mein Blog. Meine Gedanken direkt aus dem Wald, so zeitnah wie es die Gegebenheiten dort zulassen. Zwischen den Bäumen – kein Internet, kein Strom … aber ich sammle und stelle es für euch zusammen. Viel Spass und wünscht meinem Pony und mir sichere Pfade, die wünsche ich euch auch. Jederzeit.

Eure Vaile